Fricke und Mallah
Microwave Technology GmbH
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Mikrowellen ermöglichen bei industriellen Erwärmungsvorgängen eine erhebliche Verkürzung der Prozesszeiten. Die Polarisation von Molekülen und Ionen im elektrischen Wechselfeld erwärmt auch elektrisch nicht leitfähige Materialien schnell und trägheitslos. Mikrowellen eignen sich besonders zur Erwärmung schlecht wärmeleitfähiger Materialien mit nicht vernachlässigbarem Volumen. Als Mikrowellen werden Frequenzen von 300 MHz bis 100 GHz bezeichnet. In Haushalt und Industrie wird überwiegend die Frequenz 2,45 GHz eingesetzt.
Die Erzeugung der Wärme direkt im Materialvolumen mit Hilfe von Mikrowellen hat auch energetische Vorteile. Da die Ofenkammer selbst nicht erwärmt werden muss, steigt der Wirkungsgrad der Prozesse. Die großen thermischen Zeitkonstanten der Ofenkammer entfallen ebenfalls, so daß die Prozesse sehr schnell gesteuert und geregelt werden können. Die Simulation von Erwärmungsprozessen im Mikrowellenfeld ist sehr aufwändig, vor allem weil die Materialdaten der Produkte oftmals nicht bekannt sind. Bei Ofenkammern, die größer als ein Haushaltsmikrowellenherd sind, geraten auch die größten Rechner an ihre Leistungsgrenze. So ist bei der Entwicklung der Anlagen immer wieder große Erfahrung und Intuition gefragt.